Konfliktfall im Emsland

Durch Neuwahl des Kirchenvorstands im März 2012 sind in einer Kirchen-gemeinde im Emsland 6 von 8 Kirchenvorstandsmitgliedern neu in das Gremium gekommen. (6 der 8 Mitglieder des alten Vorstands, mit dem der Gemeinde-pfarrer gut hatte zusammen arbeiten können, waren aus unter-schiedlichen privaten Gründen nicht mehr angetreten.) Der neu gebildete Vorstand wird am 12. Juni in sein Amt eingeführt. Nach 5 Monaten – der neue Vorstand hat erst fünfmal getagt – kommt am 8. November der Super-intendent in die Kirchenvorstandssitzung und die Tagesordnung wird plötzlich durch einen neuen Punkt erweitert. Dazu wird der Gemeindepfarrer für 40 Minuten vor die Tür geschickt. Wieder hereingerufen, erfährt er aus dem Mund des Super-intendenten – allerdings nach Zeugenaussagen in verall-gemeinernder und verschärfter Form – , was die Kirchenältesten, durch den Superintendenten dazu aufgefordert, gegen ihn vorgebracht hätten. Überrascht und schockiert, da völlig ahnungslos, bittet der Pfarrer, doch erst einmal allein mit seinen Kirchenältesten über deren Kritik an seiner Arbeit reden zu können. Doch dazu kommt es nicht. Vier Tage später, am 12. November, beantragt der Superintendent in Absprache mit dem Kirchen-vorstand beim Landeskirchenamt in Hannover, das Verfahren wegen einer „nachhaltigen Störung in der Wahrnehmung des Dienstes“ nach § 79 (2) 5 und § 80 (1) EKD gegen den Gemeindepfarrer zu eröffnen. …

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Außerdem ist der Konflikt geschildert in: Gisela Kittel/ Eberhard Mechels (Hrsg.), Kirche der Reformation? Erfahrungen mit dem Reformprozess und die Notwendigkeit der Umkehr, Göttingen 2017, 2. Aufl., S.312-318