10 Punkte-Programm

  1. Rechtsschutz

Für den Fall, dass Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, sollten Sie diese so schnell wie möglich abschließen.

Haben Sie eine solche, dann überprüfen Sie, ob diese auch innerkirchliche Rechtsstreitigkeiten übernimmt.

  1. Erkennen und Aussprechen

Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens über die Vorgänge, die Sie bedrücken.

  1. Notieren Sie die Vorgänge so genau wie möglich in einem „Tagebuch“. Das dient Ihrem eigenen Überblick und der möglichen Einordnung der Vorgänge. Im äußersten Fall kann dieses Tagebuch vor Gericht verwendet werden.
  1. Gespräch mit Vorgesetzen

Bitten Sie um ein Gespräch bei Ihrem/Ihren Vorgesetzten und benennen Sie die Vorgänge deutlich.

  1. Falls sich danach nichts verändert, bitten Sie um ein weiteres Gespräch, zu dem Sie eine Person Ihres Vertrauens mitbringen. Dies teilen Sie vorher schriftlich mit.
  1. Ebenso bitten Sie vorher schriftlich darum, dass ein Gesprächsprotokoll angefertigt werden möchte, das hinterher von beiden Seiten unterschrieben werden kann.
  1. Überlegen Sie sehr gut, ob Sie auf ein Angebot Ihrer Vorgesetzten zu einem weiteren „vertraulichen Gespräch“ eingehen können. Mobbing ist ein Leitungsproblem.

Möchten Sie es trotzdem wahrnehmen, bitten Sie um ein Protokoll (Punkt 6).

  1. Recht auf Krankheit

Bei Krankheitssymptomen, die sich stressbedingt in Mobbingsituationen einstellen, suchen Sie Ihren Hausarzt/-ärztin auf und bitten ihn/sie, Ihnen diese Symptome zu attestieren. Scheuen Sie nicht vor professioneller psychologischer Beratung.

Mobbing ist eine extreme Krisensituation.

  1. Arbeitsrecht/ Kirchliches Dienstrecht

Suchen Sie den Rat eines Rechtsanwaltes, wenn die Repressalien an Ihrem Arbeitsplatz zunehmen.

  1. Versuchen Sie, das Heft des Handelns in der Hand zu behalten. Suchen Sie sich Rat.